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Therapieverfahren

Akupunktur

Akupunktur - Eine bewährte Heilmethode:

Seit mehreren tausend Jahren wird Akupunktur in über 130 Ländern erfolgreich angewendet. Sowohl Patientinnen und Patienten als auch Therapeutinnen und Therapeuten haben positive Erfahrungen mit dieser sicheren und nebenwirkungsarmen Behandlungsmethode gemacht. Ihre sanfte Anwendung und lange Tradition machen sie zu einer weltweit geschätzten Therapieform.

Wie wird Akupunktur durchgeführt?

Es gibt über 300 Akupunkturpunkte, von denen jeder spezifische Wirkungen besitzt. Die Therapeutin wählt eine individuell abgestimmte Punktkombination aus, die sich je nach Behandlungsverlauf anpassen kann.

Bei der Behandlung kommen sterile dünne Einmalnadeln zum Einsatz. Typischerweise werden etwa 15 Nadeln nahezu schmerzfrei gesetzt. Bei Erreichen der sogenannten "De-Qi"-Sensation kann ein leichtes Kribbeln, Wärmegefühl oder Druck wahrgenommen werden. Die Nadeln verbleiben für 15 bis 30 Minuten im Körper - eine Zeit, die viele Patienten zur tiefen Entspannung nutzen.

Wie wirkt Akupunktur?

Das Ziel der Akupunktur ist es, Störungen im Energiefluss zu regulieren, Schmerzen zu lindern sowie Körper und Geist zu entspannen. Dies wird durch gezielte Stimulation des Energiesystems erreicht, wobei der Zugang über die Meridiane - die Energiebahnen des Körpers - und die auf ihnen liegenden Akupunkturpunkte erfolgt. Die klassische Akupunktur basiert auf einer ausführlichen Anamnese sowie individueller Zungen- und Pulsdiagnostik, um die Behandlung präzise auf die Bedürfnisse der Patientin oder des Patienten abzustimmen.

Durch das Setzen feiner Nadeln in spezifische Akupunkturpunkte werden die Selbstheilungskräfte und die Lebensenergie (Qi) aktiviert. Je harmonischer der Qi-Fluss, desto besser sind Gesundheit und Vitalität. Die Meridiane bilden ein komplexes Netzwerk, das nicht nur körperliche Funktionen verbindet, sondern auch Geist und Emotionen ins Gleichgewicht bringt.

Behandlungsdauer und Wirksamkeit:

Eine Akupunkturbehandlung erfordert Geduld und Regelmäßigkeit. In der Regel sind 8 bis 15 Sitzungen erforderlich, die ein- bis zweimal wöchentlich durchgeführt werden. Diese Kontinuität ist entscheidend für nachhaltige Behandlungserfolge.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Wirksamkeit der Akupunktur bei zahlreichen Indikationen anerkannt. Während die westliche Schulmedizin andere Erklärungsmodelle für die Wirkweise hat, bestätigen zahlreiche Studien den therapeutischen Nutzen dieser traditionellen Heilmethode.

Moxibustion

Moxibustion - Die wärmende Therapie der TCM

Die Moxibustion (auch Moxa-Therapie genannt) ist eine traditionelle Wärmebehandlung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) mit einer jahrtausendealten Anwendungstradition. In China gilt sie als eigenständige, der Akupunktur gleichwertige Therapieform. Bei dieser Methode kommt getrockneter Beifuß (Artemisia vulgaris) zum Einsatz, um gezielt Akupunkturpunkte oder Körperareale zu erwärmen und zu stimulieren. Die Moxibustion lässt sich sowohl in Kombination mit Akupunktur als auch als Monotherapie anwenden.

Was ist Moxa?

Moxa wird aus den Blättern des Beifußkrauts (Artemisia vulgaris) gewonnen. Die TCM schreibt dem Beifuß eine besondere energetische Wirkung zu - er soll dem Körper wärmende und vitalisierende Energie zuführen.

Durchführung der Moxibustion:

Bei der Behandlung wird eine Moxa-Zigarre oder ein Moxa-Kegel entweder knapp über der Haut positioniert oder auf einer Akupunkturnadel befestigt und behutsam entzündet. Die sanfte Wärmeeinwirkung kombiniert mit den ätherischen Ölen des Beifußes dringt tief ins Gewebe ein und stimuliert die behandelten Akupunkturpunkte bzw. Meridiane (Energieleitbahnen).

Wirkungsweise und Anwendungsgebiete:

Die charakteristische Wärmestrahlung der Moxibustion bewirkt:

Eine tiefgreifende Aktivierung der Energiebahnen

Eine lang anhaltende Stimulation bis in tiefe Gewebeschichten und Organe

Besonders effektiv zeigt sich die Therapie bei Beschwerdebildern, die durch folgende Faktoren verursacht werden:

  • Kälte

  • Feuchtigkeit

  • Energiemangel (Qi-Schwäche)

Typische Anwendungsgebiete:

  • Menstruationsbeschwerden

  • Gelenk- und Muskelschmerzen

  • Chronische Erschöpfung und Schwächezustände

  • Funktionelle Verdauungsstörungen

Chinesische Kräuterheilkunde

Die chinesische Kräuterheilkunde zählt zu den ältesten und am besten erprobten Therapieformen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Seit über 3000 Jahren kommt sie erfolgreich bei verschiedensten Krankheitsbildern zum Einsatz - von inneren Erkrankungen über neurologische und dermatologische Beschwerden bis hin zu gynäkologischen Problemen.

Was ist chinesische Kräuterheilkunde?

In der chinesischen Kräutertherapie werden unterschiedlichste Pflanzenteile wie Wurzeln, Rinden, Samen, Blüten, Stängel und Blätter verwendet. Weltweit stehen etwa 2.000 chinesische Arzneimittel zur Verfügung, von denen in Deutschland rund 600 Anwendung finden. Jeder Substanz werden in der TCM spezifische Eigenschaften zugeordnet, die gezielt auf bestimmte Leitbahnen (Meridiane) und Organe wirken.

Wie wirkt die Kräutertherapie?

Die individuell zusammengestellten Kräuterrezepturen harmonisieren den Fluss der Lebensenergie (Qi) und helfen, das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen. Nach einer ausführlichen Diagnose erstelle ich für jeden Patienten eine maßgeschneiderte Rezeptur, die exakt auf seine Bedürfnisse und seine Krankheitssituation abgestimmt ist. Die Kräutermischung wird in der Apotheke für Sie zusammengestellt und kann zu Hause als Dekokt (Abkochung) zubereitet werden. Im Behandlungsverlauf passe ich die Rezeptur bei Bedarf an.

Einnahmeformen:

  • Als Tee (Dekokt)

  • In Form von Granulat oder Pulver

  • Als Pillen oder alkoholische Tropfen

  • Zur äußeren Anwendung: Salben, Kräuterauflagen oder Sitzbäder

Behandlungsdauer:

Die Therapiedauer variiert je nach Schweregrad und Chronizität der Erkrankung - von einer Woche bis zu mehreren Monaten. Sowohl akute als auch chronische Beschwerden lassen sich durch die gezielte Gabe chinesischer Heilkräuter wirksam behandeln. Auch präventive Maßnahmen sind möglich.

Therapiesicherheit:

In Deutschland unterliegen die verwendeten Kräuter strengen Qualitätskontrollen nach europäischen Standards. Sie werden auf Rückstände wie Schwermetalle, Pestizide und Keimbelastung untersucht. Besonderes Augenmerk legen wir auf den Artenschutz - es kommen ausschließlich nicht-geschützte Pflanzen- und Tierarten zum Einsatz.

Ich beziehe meine Kräuter ausschließlich von der Apotheke, die sich durch höchste Qualitätsstandards und Sicherheit auszeichnet.

Wollen Sie mehr erfahren?

Weitere Informationen zur Sicherheit in der chinesischen Arzneimitteltherapie finden Sie auf der Website des CTCA - Centrum für Therapiesicherheit in der chinesischen Arzneimitteltherapie.

Schröpfen

Das Schröpfen ist eine jahrtausendealte Therapiemethode, bei der spezielle Schröpfgläser auf die Haut gesetzt werden, um einen Unterdruck zu erzeugen. Durch das Erzeugen eines Vakuums in der Umgebung eines Akupunkturpunktes wird Einfluss auf die inneren Organe bzw. die Funktionskreise genommen.

Wie wirkt Schröpfen?

Durch den Sog der Schröpfgläser werden gestaute Energie (pathogenes Qi) und tief sitzende Stauungen im Gewebe gelöst. Die verstärkte Durchblutung fördert den Abtransport von Schlackenstoffen und regt die Neubildung von frischem Blut und Energie an. Die Reizwirkung kann oberflächliche Blutergüsse (sogenannte Schröpfmale) verursachen, die als normaler Teil des Heilungsprozesses gelten und innerhalb weniger Tage wieder verschwinden.

Anwendungsgebiete:

Das Schröpfen wird insbesondere zur Linderung von Muskelverspannungen und Schmerzen eingesetzt. Die schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Wirkung schätzen auch Leistungssportler – während der Olympischen Spiele waren bei vielen Athleten die typischen runden Schröpfmale zu sehen.

Unterschiedliche Schröpfmethoden:

  • Trockenes Schröpfen (ohne Blut):
    Die Schröpfgläser werden auf intakter Haut angewendet, um durch den Unterdruck Verspannungen zu lösen und die Durchblutung zu fördern.

  • Blutiges Schröpfen:
    Vor dem Aufsetzen der Schröpfgläser wird die Haut mit einer Akupunkturnadel oder Pflaumenblütenhämmerchen (korrekte Schreibweise) minimal angeritzt. Durch den Unterdruck wird ein kleiner „Aderlass“ herbeigeführt, der stagnierendes Blut und Toxine ausleitet.

Wichtig: Die typischen Hautrötungen sind ein gewünschter Therapieeffekt und kein Grund zur Besorgnis. Sie zeigen die lokale Durchblutungsförderung an und klingen in der Regel nach 2-3 Tagen wieder ab.

Gua Sha

Gua Sha ist eine jahrhundertealte Therapiemethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die besonders bei Erkältungen, Schmerzen und Muskelverspannungen angewendet wird. Bei dieser Technik wird die Haut mit einem speziellen Schabinstrument (aus Horn, Jade, Kupfer oder einem abgerundeten Löffel) mehrere Minuten lang sanft behandelt, um Blockaden zu lösen und den Energiefluss (Qi) zu aktivieren.

Wirkungsweise von Gua Sha:

Zunächst wird die Haut mit einem Massageöl eingerieben, um das Gleiten des Schabers zu ermöglichen. Durch die sanfte Behandlung entsteht eine charakteristische Hautreaktion in Form von Rötungen oder leichten Hautverfärbungen, die in der TCM als "Sha" bezeichnet wird. Diese Reaktion zeigt nicht nur die Freisetzung gestauter Energie an, sondern hat auch diagnostische Bedeutung.

Die Behandlung fördert nachweislich:
• Die Durchblutung und den Lymphfluss
• Die Lösung von Blockaden und Verspannungen
• Die positive Beeinflussung von Organsystemen

Die typischen Hautverfärbungen (Petechien) sind oberflächlich und bilden sich innerhalb weniger Tage wieder zurück. Viele Patienten spüren bereits unmittelbar nach der Behandlung eine deutliche Linderung ihrer Beschwerden.

Anwendungsgebiete:
Gua Sha eignet sich besonders bei:
• Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich
• Spannungskopfschmerzen
• Wiederkehrenden Infekten
• Heuschnupfen und allergischen Beschwerden
• Migräne

Hinweise zur Anwendung
Bei Blutgerinnungsstörungen oder vor besonderen Anlässen, bei denen die behandelten Hautpartien sichtbar wären, sollte Gua Sha nur nach Rücksprache mit einem Therapeuten angewendet werden. Die Behandlung ist generell nicht schmerzhaft, kann aber bei akuten Entzündungen oder sehr empfindlicher Haut vorübergehend unangenehm sein.

Wichtig: Die typischen Hautrötungen sind ein gewünschter Therapieeffekt und kein Grund zur Besorgnis. Sie zeigen die lokale Durchblutungsförderung an und klingen in der Regel nach 2-3 Tagen wieder ab.

Tuina & Akkupressur

Tuina ist eine der ältesten manuellen Therapieformen der TCM und vereint verschiedene Massagetechniken, chiropraktische Methoden und Akupressur. Der Name „Tuina“ setzt sich aus den chinesischen Wörtern „Tui“ (schieben) und „Na“ (greifen) zusammen und beschreibt die charakteristischen Bewegungen dieser Behandlung.

Wie wirkt Tuina?

Bei der Tuina-Massage werden die Meridiane (Energiebahnen), Akupunkturpunkte und die Muskulatur gezielt stimuliert. Dadurch wird die Lebensenergie (Qi) aktiviert, die Blutzirkulation angeregt und Blockaden gelöst. Diese vitalisierende und harmonisierende Technik lindert Schmerzen, löst Verspannungen und fördert das allgemeine Wohlbefinden.

Auch eine vorbeugende Behandlung ist möglich.

Die Tuina-Massage kann bei Patient:innen jeden Alters angewendet werden.

Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern wirkt die sanfte Kinder-Tuina-Massage sehr gut, da sie über viel Lebensenergie verfügen und ihre Energieleitbahnen besonders durchlässig sind.

Tuina lässt sich ideal mit anderen TCM-Behandlungsmethoden wie Akupunktur oder Kräutertherapie kombinieren.

Ernährungsberatung nach TCM

„Essen ist Leben, und Nahrung ist Medizin.“
Dieses alte chinesische Sprichwort verdeutlicht die zentrale Rolle der Ernährung. Die richtige Ernährung kann nicht nur vorbeugend wirken, sondern auch als therapeutisches Mittel bei bereits bestehenden Beschwerden eingesetzt werden.

Die Bedeutung der Ernährung in der TCM:

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist Ernährung eine der Säulen der Gesundheit. Sie bildet die Grundlage für ein gesundes Leben, unterstützt die Lebensenergie (Qi) und kann gezielt zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden.

Jedes Lebensmittel wird nach Geschmack, Farbe, thermischer Wirkung (Wärme-Kälte-Eigenschaft), Organbezug und Zubereitungsart (z. B. roh oder gekocht) klassifiziert. Durch die Zubereitung – etwa durch Kochen, Dünsten oder Braten – kann sich die thermische Wirkung der Nahrung verändern.

Qi Gong

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